2.6.08 – Mitgliedertreff Digitale Allmend

Am Montag treffen wir uns wieder zu unserem monatlichen Treffen:

Die Digitale Allmend trifft sich zum monatlichen Treffen am Montag 2. Juni 2008 um 19:00. Wir bitten euch den Termin reservieren und zahlreich erscheinen.

Treffpunkt ist wiederum das Restaurant Gloria, Josefstrasse 59, 8005 Zürich . Eingeladen sind alle die Interesse an der Digitalen Allmend haben und gerne uns unterstützen möchten.

Thema des Treff ist die Diskussion von CULTLIB – cultura libera Auslegeordnung zu einem Verzeichnis freier Werke

Auf Anfrage können wir das Paper gerne zustellen (info(at)allmend.ch).

Apple.ch sackt MP3 Player Abgabe selber ein

In der Schweiz gilt seit letztem Jahr eine Abgabe für MP3 Player. Es gibt unterschiedliche Meinungen zur Höhe, zum Sinn und zur Berechtigung der Gebühr. Was nun aber der Onlinestore Apple bietet ist auch ziemlich hahnebüchen.
Gemäss Konsumentenschutz hat er:

Wer einen iPod über den Apple-Shop www.apple.ch bestellt, zahlt genau denselben Preis wie derjenige, der einen iPod im Laden bei Dataquest, Fust etc. kauft. Somit kassiert Apple für seine Geräte die hohe Suisa-Gebühr ein, die seit dem 1. September 2007 fällig ist. Währenddem die Importeure Dataquest, Fust etc. die Abgabe an die Suisa abliefern, weigert sich die Firma Apple. Ihre Begründung: Die iPods von www.apple.ch kommen aus Irland, womit Apple nicht Importeur ist. Abgabepflichtig ist gemäss mp3-Tarif aber der Importeur.

Wenn Apple mit ihrer Begründung Recht hat, fordert die SKS von Apple die eingenommenen Gebühren zurück. «Die eingenommenen Abgaben gehören nicht Apple, sondern den Konsumentinnen und Konsumenten», meint Sara Stalder, SKS-Geschäftsleiterin. Ebenso müssen die Preise im Apple-Shop sinken. Die SKS hat die Firma heute in einem Schreiben dazu aufgefordert. Gleichzeitig verlangt sie Transparenz, um welche eingenommene Summe es bislang geht.

webkunst mit google&Co




Marc Lee stellte vor einem Jahr am Tweakfest in Zürich ein Kunstprojekt vor, dass richtig rockt! Er bestrahlte mit 3 Beamern eine komplette Wand mit einer webbasierten, interaktiven Kunstsoftware. Man gibt einen Begriff ein und sucht das Web ab. Die Resultate werden anschliessend als dynamischer Collagen Mix abgespielt Diesen Mix kann man auch noch mit diversen Faktoren beinflussen und gleich direkt beeinflussen.

Jetzt gibt es dieses Kunstprojekt über oamos.com auch im web und kann direkt in die eigene Webseite embedded werden. Eine interessante Sache die durchaus rechtliche Fragen aufwirft und aufzeigt, weshalb insbesondere die Kunstfreiheit und auch in diesem Bereich freier Zugang von elementarer Bedeutung ist.


Panorama der Netzwerkgesellschaft

Manuel Castells Begriff der Netzwerkgesellschaft bündelt vielfältige Erscheinungen. Er konstruiert eine Zentralperspektive in einem ausladenden Panoramagemälde. Dieses reicht vom technologischen zum medialen Wandel, vom Zusammenbruch der Sowjetunion zur Globalisierung, von den neuen sozialen Bewegungen zum organisierten Verbrechen.

In der Lesegruppe Wissensgesellschaft haben wir aber nicht zu den drei dicken Bänden Castells aus den neunziger Jahren gegriffen, sondern das Kapitel zu Castells informationeller Gesellschaft in einem Buch von Jochen Steinbicker besprochen (1).

In der Diskussion wird anhand etwa des Verweises auf die Vierte Welt positiv bewertet, dass Castells nicht eine Welt skizziert, die einem einfachen Trend folgt. Er skizziert eine widersprüchlich differenzierte und gleichzeitig in der Globalisierung kombinierte Entwicklung. Das gilt für grosse Teile des faktenreichen und pragmatisch analysierenden Werks „Das Informationszeitalter“.

In einem gewissen Gegensatz dazu steht das sehr abstrakt angesiedelte Konzept der Netzwerkgesellschaft, das zudem mit abgehoben Konzepten wie Raum der Ströme begleitet wird. Auch die postulierte Neukonzeption von Raum und Zeit versucht seinen Diskurs an philosophische und physikalische Grundkategorien zu binden, ohne dass das handfest vermittelt wird.

Faktennah diskutierbar ist Castells stark betonter Wandel der Unternehmenswelt. Die Ansätze zu Virtualisierung von Unternehmensteilen und die neuen logistischen Potentiale der Informationstechnologie können die Diskutierenden schon nachvollziehen. Castells sieht hier aber einen radikalen Umbruch, wo eher ein Wandel konstatiert werden kann. Neben erheblichen Veränderungen sieht etwa das Nebeneinander von Grosskonzernen, zahlreichen kleineren Betrieben und marginalen bis genialen Miniunternehmen dem Bild der sechziger Jahre noch erstaunlich ähnlich.

Nach der Beschäftigung mit Konzepten der Wissensgesellschaft orientiert sich die Lesegruppe in den nächsten Wochen auf einen neuen Themenschwerpunkt.

Urs

 

1) Jochen Steinbicker. Zur Theorie der Informationsgesellschaft : ein Vergleich der Ansätze von Peter Drucker, Daniel Bell und Manuel Castells. 

restorm meets CC

restorm COM Banner
Am gestrigen Anlass der Digitalen Allmend (TEAM_CC) im Cabarait Voltaire, stellte Theo Favetto zusammen mit der Band Pinode, das neu in restorm.com integrierte CC_Feature von restorm vor. Jeder Künstler, jede Band oder Interpret kann jetzt seine Songs unter Creative Commons Lizenzen publizieren.
Dieser Meilenstein wurde mit einem LiveAcousticSet von Pinode gebührend gefeiert, wobei der Song Bassex als erster restorm CC_Song in die Geschichte von restorm&CC ging.

Nur zwei Klicks sind nötig, und die Lizenz ist integriert:

Was ist überhaupt restorm.com?

restorm.com baut an der Infrastruktur für eine neue Musikindustrie. Die Plattform verbindet Musiker, Fans, Konzertveranstalter, Labels und Medien. Jungen, ambitionierten Musikern bieten wir eine Infrastruktur, um in der Musikwelt weiter zu kommen. Für etablierte Künstler wiederum ist restorm.com eine wirksame Promotions- und Verwertungsplattform.

Über uns: restorm ist eine unabhängige Plattform. Wer hier arbeitet liebt Musik in allen Ausprägungen, manchmal auch in unheimlichen… Wir fordern und fördern Musik aus eigenem Interesse, spielen teils selbst in einer Band.
Trotzdem sind auch für uns unromantische Faktoren wie Werbeerträge relevant. Wir folgen jedoch nur so weit dem Diktat der Zahlen, so lange sich dies mit restorm und damit unserer Philosophie deckt. Und diese will die Musikszene fördern, Bands und Fans näher zusammen bringen!

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Ubuntu 8.04 Release Party

Zwar nicht unsere Veranstaltung, aber natürlich dennoch sehr empfehlenswert für alle, die sich für Ubuntu und freie Software interessieren.

Tag der offenen Tür “Ubuntu 8.04” (Hardy Heron), Samstag den 24. Mai 2008, Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, Zürich

Die schweizerische Ubuntu-Community organisiert einen Tag der offenen Tür, um die neueste Version des freien Betriebsystems Ubuntu vorzustellen.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen – auch unerfahrene Computerbenutzer – die einen Einblick in Ubuntu haben möchten, in seine Funktionsweise und die Möglichkeiten, die es bietet. In zahlreichen
Vorträgen werden die Hauptkomponenten und -anwendungen vorgestellt. Es wird zur Genüge die Möglichkeit geben, Ubuntu und seine Anwendungen vor Ort auf zur Verfügung gestellten Rechnern auszuprobieren. Sie können sich auch mit Fachleuten unterhalten oder Leute aus der Community kennen lernen, sogar einen der Entwickler von Amarok, einem freien Musikplayer.

Ganz herzlich eingeladen sind auch die Journalisten von Presse, Rundfunk und TV: Samstag den 24. Mai 2008 an der Zürcher Hochschule der Künste, Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, Zürich.

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