Medien im 20. Jahrhundert

Um die digitalen Medien in einem grösseren Zusammenhang zu diskutieren, pflügt sich die Lesegruppe der Digitalen Allmend durch eine Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts (1). Bereits um 1900 lässt sich eine grosse Vielfalt persönlicher und öffentlicher Medien konstatieren.

Die mediale Moderne hat sich in mehreren Schüben ausgeprägt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entsteht die Massengesellschaft mit entsprechenden alltagskulturellen und medialen Formen. Ein zweiter Schub erfolgt in den zwanziger Jahren. Da formieren sich nicht nur in New York, Paris und London, sondern auch in Tokyo, Shanghai und Berlin vibrierende Formen der Populärkultur: Kinos, Sechstagerennen, Kabaretts, Boulevardblätter, Illustrierte und tausende von spezialisierten Publikationen.

Die wichtige Rolle Berlins und Deutschlands rechtfertigt durchaus einen exemplarischen Blick. Dass Werner Faulstich im Titel „Die Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts“ verspricht, um dann nur von Deutschland zu schreiben, geht dann aber vielleicht etwas weit.

Der Autor setzt mit der Situation Ende des 19. Jahrhunderts ein und skizziert materialreich die Medienlandschaft. Überraschend wirkt manche Gewichtung, wenn er etwa das „Ende des Theaters als Medium“ bespricht. Wie in der Diskussion der Lesegruppe dann immer klarer wird, hat das seinen Grund in Faulstichs Medienbegriff. Der zentriert sehr stark um die technisch-materielle Form. Das hat durchaus erfrischende Folgen. Konsequent blickt der Autor so auch ausführlich auf unspektakuläre Medien und rückt etwa mit Briefmarken, Spielkarten oder Kochrezepten auch die grosse Gruppe von Blattmedien umfassend ins Blickfeld.

Zu Recht identifiziert Faulstich für das Ende des 19. Jahrhunderts „erste Tendenzen des Umschwungs zu den elektrischen Medien“. Das ist im Fall des Telefons offensichtlich. Bei Film und Schallplatten kann allenfalls von ersten Anzeichen die Rede sein, zumal das Grammophon um 1900 weder elektrischen Antrieb noch elektronische Verstärkung aufwies.

Der Autor skizziert die enorme Vielfalt der Printmedien, die sich um 1900 und erneut in den zwanziger Jahren herausgebildet hat. Neben bekannteren Tageszeitungen und illustrierten Wochenzeitschriften erschienen tausende von weiteren Printmedien von Kunst bis Klassenkampf, von Wissenschaft bis Lebensreform. Hinzu kamen an Organisationen gebundene Publikationen von Berufsverbänden, Parteien oder Vereinen. Hier lässt sich durchaus die These einer weit entwickelten printbasierten Informationsgesellschaft einbringen, in der interessierte ZeitgenossInnen eher mit Informationsüberlastung als mit Informationsmangel zu kämpfen hatten.

Nun war es auch in den zwanziger Jahren nicht so, dass die neugierige städtische Mittelschicht sich hinter Klassiker und gelehrte Zeitschriften klemmte. Faulstich charakterisiert eine Medienkultur, „die von Werbekultur, Propaganda und vor allem Unterhaltungskultur in einem bislang noch nicht da gewesenen Ausmass bestimmt wurde“. Entsprechend stiegen die Ansprüche an grafische Gestaltung und Schriftsatz, was mit einer Professionalisierung dieser Berufe und einem Aufschwung der Kunstgewerbeschulen einherging. Hier stellt sich die Frage, wie weit auch ästhetische Elemente in ein Medienkonzept eingehen. Die Gestaltung von Titelbildern, Fotoseiten oder elegante Modeinserate gehören mit zur Vorstellung bestimmter Medientypen etwa in den zwanziger Jahren.

Das interessiert den Autor aber weniger. Seine Zentrierung auf einen technisch-materiellen Medienbegriff lässt kuluturelle Aspekte verblassen. Das geht weit über die Gestaltung hinaus. Faulstich macht kaum plausibel, mit welchen soziokulturellen Entwicklungen die Medientrends etwa in den zwanziger Jahren interagieren.

 

1) Werner Faulstich. Die Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts. Fink 2012. (Die ersten Kapitel besprochen am 10. Juni und 2. Juli 2013).

Kühe, Untertitel und Urheberrecht

Über Claude Almansis kurze Analyse von Medien im Internet:

Ich habe den schönen Titel von Claude Almansi geklaut. Die hübsche Alliteration der englischen Version [1] ging dabei leider verloren.

Jedesmal wenn ich ein Link auf Video oder Sound erhalte, stelle ich es erst mal zurück. Und das nicht nur wegen dem Kopfhörergebot im Mehrpersonenbüro. Das Ärgerliche an diesen Medien ist, dass sie unkomprimierbare Lebenszeit fressen. Zwar haben Mitglieder von Filmfestivaljurys gelernt, Filme auch kompetent zu beurteilen, die sie in doppelter Geschwindigkeit visionieren. Aber das Medium sträubt sich gegen das Auffinden einzelner Stellen, gegen das Zitieren kurzer Ausschnitte und kommuniziert Lerninhalte deutlich schlechter als Text + Bild. Es kennt keine Inhaltsverzeichnisse und kein Sachregister, ist nicht volltext-indexierbar und wird darum selten gefunden, wenn man nach Sachinformation sucht. Die neue Vorschaubildchenfunktion hat zwar einen deutlichen Fortschritt gebracht, löst aber die angeführten Probleme für Video kaum und für Sound überhaupt nicht.

Diese Tatsache dient Claude Almansi als Ausgangspunkt ihres amüsanten Plädoyers für ungehinderte Untertitelung. Untertitel verschaffen Bewegtbild + Ton viele Vorteile, die sonst nur Text + Bild vorbehalten sind. Der Grundsatz, dass für Menschen ohne Behinderung gut ist, was für Menschen mit Behinderung gut ist, bewährt sich hier einmal mehr.
Ausserdem geht multilinguale Untertitelung weit über einfache Barrierenfreiheit hinaus und bewältigt eine multikulturelle Kommunikationsaufgabe, die von Wikipedia heute erst langsam in Angriff genommen wird.

Wie bei allen Internet-Themen stellen sich dem löblichen Unterfangen technische und juristische Hindernisse in den Weg. Die technischen Ansätze werden von Claude ausführlich besprochen. Das juristische Problem scheitert an der WIPO, die seit Jahren den Auftrag hat, das Urheberrecht zugunsten von Menschen mit Behinderungen einzuschränken und diesem Auftrag bis heute nicht nachgekommen ist [2]. Warum das so ist, entnimmt man einer kleinen Anekdote von Claude:

Ich nahm an einem WIPO-Treffen teil zu diesem Abkommen für Blinde und Lesebehinderte. Eine französische Dame vertrat die europäischen Presseverleger und wehrte sich sehr heftig dagegen. Deshalb fragte ich sie in einer Kaffeepause, warum sie so stark gegen Blinde eingestellt sei – war sie vielleicht einmal von einer blinden Person verletzt worden? Sie sagte nein, aber sie sei aus Prinzip gegen JEGLICHE Urheberrechtsschranken, „weil Google News [geistiges Eigentum] klaut …“

Was das Ganze nun mit dem Verdauungstrakt der Kühe zu tun hat, findet man im Originalbeitrag von Claude Almansi.

Was Infos wirklich wollen

Es gibt Texte, die sind gut leserlich und mit anschaulichem Material versehen. Trotzdem fragt man sich nach einem Dutzend Seiten, ob Autor oder Leser oder beide wirklich checken, was ausgesagt respektive verstanden werden soll. So ergeht es mir etwas mit dem Text „Information Wants to Be Shared“ von Joshua Ganz.

Dem Autor geht es um Verteilprozesse von Information, die er aus ökonomischer Perspektive analysieren möchte. Er stellt zu Recht fest, dass Information nur in dem Mass relevant und wirksam wird, wie sie verteilt wird. Der Autor nimmt die Preisbildung in den Blick. Er konstatiert im Einklang mit der allgemeinen Wahrnehmung und mit Steve Wozniak in den achtziger Jahren, dass die Verteilung von Information immer günstiger wird. Autor Ganz versucht, den daraus folgenden Wandel des Informationsmarktes und die Auswirkungen auf die Vertriebsindustrie zu skizzieren. Gelingt das?

Ein Problem: Der Informationsbegriff wird weder geklärt noch differenziert. Joshua Ganz scheint davon auszugehen, dass Informationen im Allgemeinen marktfähig seien. Das leuchtet nicht ein. Grosse Segmente von Informationen gehören persönlicher Kommunikation oder banalen betrieblichen Abläufen an. Niemand will die haben – und schon gar nicht dafür bezahlen. Die meisten Formen von Informationen flottieren einfach in der Gesellschaft herum. Potentiell marktgängig ist Information in moderner Gesellschaft allenfalls, wenn sie als Werk geformt ist. Und auch dann müssen noch verschiedene weitere Bedingungen erfüllt sein. Die Myriaden von Flickr-Fotos oder Schulband-Songs sind werkartige Bausteine der alltagskulturellen Kommunikation – von Marktgängigkeit sind die aber weit entfernt.

Dem würde der Autor wahrscheinlich nicht widersprechen. Ist es dann aber angebracht, so allgemein von Information und Markt zu reden?

Der Autor nennt es immer Information, in manchen Zusammenhängen meint er aber Werke. Im Titel spricht er aber offenbar und meint offenbar ganz allgemein Informationen. Die Lesenden haben lebhaft diskutiert, wie der Titel zu interpretieren sei. Eine Möglichkeit ist, „Information will…“ metaphorisch zu verwenden, dann aber ein ausformuliertes Konzept auszubreiten, das die Rolle sozialer Akteure erläutert oder die Forderung nach optimalem Informationsfluss untermauert. Der Autor scheint die metaphorische Formulierung jedoch ziemlich wörtlich zu nehmen. Wenn Information wirklich „will“, wird sie zum handelnden Akteur hoch stilisiert. Eine eher abenteuerliche Vorstellung. Vermutlich will Information gar nichts. Und ob sie wirklich geteilt werden kann, wäre zu diskutieren. Sicher kann sie nicht so geteilt werden, wie der heilige Martin seinen Mantel teilte, um die Hälfte einem Bettler zu geben.

Joshua Ganz vertritt die These, dass die KonsumentInnen eigentlich immer schon nur das Medium bezahlt hätten, nicht die Information. Etwas plausibler erscheint die Vermutung, dass der Käufer eines Krimis Taschenbuchform für einen Verbund von Medium und Content gezahlt hat. Wobei heute wie in den vergangenen Jahrhunderten immer die Medienhersteller den Löwenanteil der Erträge abschöpft haben – den Contentproduzenten blieben und bleiben Peanuts.

Mit seiner Behauptung, dass im Prinzip nur das Medium marktfähig ist, stützt der Autor einen Diskurs, der die wirtschaftlichen Anspruche der Inhaltsproduktion wegdefiniert und nur die technischen Infrastrukturen und Services wirklich abgelten will. Die ICT-Branche dürfte kaum widersprechen. Sie setzte 2012 rund 3‘000 Milliarden Franken um. Damit sind wir bei realer Ökonomie angelangt. Bei Geldflüssen, Branchen, Interessen und Verteilkämpfen. Diese Aspekte bleiben ausgeblendet, was dem Text eine gewisse Abgehobenheit verleiht.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht und hoffen, dass der Text in der nächsten Folge zum Kontrast eine wohlmeinendere Besprechung erhält.

 

Joshua Ganz: Information Wants to Be Shared. Harvard Business Review Press, Boston, Masschusetts. Blog dazu.

Wir sind erst am Anfang

Sherry Turkle schliesst ihr Buch “Verloren unter 100 Freunden” mit einem pessimistischen Ausblick auf die Auswirkung der Netzwerkkultur ab. Wenn man der Autorin glaubt besteht aber noch Hoffnung, denn das Internet ist erst am Anfang.

Das zweite Kapitel schliesst ab wie es begonnen hat: In narrativer Form werden individuelle Erlebnisse geschildert, ohne dass die Autorin deutlich Stellung bezieht. So erfahren wir, was einzelne Menschen dazu bewegt intimste Geheimnisse auf PostSecret zu veröffentlichen oder ein zweites Leben auf Second Life zu führen.

Die von uns vermisste Reflexion finden wir aber schliesslich doch noch in der Zusammenfassung.
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Neue Einsamkeit

Nicht einfach Begeisterung hat der erste Teil von Sherry Turkles Buch „Verloren unter 100 Freunden“ ausgelöst. Wie sieht es mit dem zweiten Teil aus, der sich mit sozialen Netzwerken beschäftigt?

Die Lesgegruppe hat die Anregung aus dem Kommentar zu letzten Blogbeitrag aufgenommen und sich mehr en Detail mit dem Text auseinandergesetzt. Wir haben uns bemüht anhand einiger konkreten Textstellen die letztes Mal geäussert Hauptkritik zu verifizieren: Turkle äussere nur summarische Hypothesen, verstreut in einer Masse von anekdotischen Schilderungen.

Sehen wir uns das Konzept es „Lebensmix“ an. Dass die Wissenschaftlerin das nicht selber erfindet, sondern aus der Schilderung des Probanden Pete aufgreift, ist durchaus produktiv. Allerdings bleibt eine Reflexion aus, der Begriff wird beschreibend angereichert.

Mobile Kommunikation ist konstitutiv für die Idee des Lebensmix. Sie ermöglicht das Annehmen einer virtuellen Identität „im Vorübergehen“. Etwa auf dem Spielplatz. „Viele Erwachsene teilen ihre Aufmerksamkeit zwischen Kindern und mobilen Geräten auf.“ Das hilft „mit der Anspannung des täglichen Lebens fertig zu werden. Heute fragen wir „nicht mehr nach der Befriedigung im Leben, sondern nach der Befriedigung im Lebensmix. Wir sind vom Multitasking zum Multileben übergegangen.“ (Seiten 275, 276).

Turkle zielt auf die offensichtliche Möglichkeit, dank Medien aus dem physisch unmittelbaren Kontext von Kommunikation herauszutreten. Neu ist sicher die Mobilisierung dieser Möglichkeit. Der Grundvorgang ist aber alles andere als neu. Es ist ja gerade ein zentrales Charakteristikum von Medien, die Unmittelbarkeit von Kommunikation zu überschreiten. Waren Rollenwechsel wirklich immer „von einer Veränderung der Umgebung abhängig“? Auch Bibelstudenten des Mittelalters, die Briefeschreibenden der Romantik oder die im letzten Jahrhundert notorischen Teenie-Telefonate auf dem Familienanschluss nahmen Rollenwechsel vor.

Der medientechnische Drall der „Lebensmix“ Vorstellung erscheint problematisch. Turkle impliziert, dass der Mediengebrauch die Komponenten des Mixes erzeugt. Das wirkt wenig plausibel. Identitäten sind und waren heterogen, das wird ja in der Postmoderne auch hinreichend reflektiert. Die Heterogenität bezieht sich aber auf die verschiedenen Rollen und Vorstellungen, welche eine konkrete Person integriert. Das auf die Modi Handy-On und Handy-Off zu reduzieren, erscheint etwas schlicht.

Schliesslich kommt Turkle mit der Abrenzung von virtueller und realer Welt nicht wirklich klar. Ein grosser Teil der über neueste Technologie abgewickelten Kommunikation dient einfach der Pflege lebensweltlicher Beziehungen. Das ist kein bischen virtueller als ein Telefonat mit einer Tante in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Auch wenn ein Smartphone im Spiel ist: Der Virtualitätsgrad von Telefonieren, Chatten, Profilpflege oder Avatarinteraktion ist doch sehr verschieden und lässt sich überhaupt nicht über einen Kamm scheren.

Kurz: Die Hypothese eines mangelnden Tiefgangs verflüchtigt sich im zweiten Teil des Buches nicht. Dass Turkle durchaus eine ganze Menge von interessanten Hypothesen einstreut, dokumentieren wir im Anhang mit einer Sammlung aus dem Kapitel „Immer online“.

Generell wurden die diskutierten Kapitel des Buches als deutlich interessanter und relevanter bewertet, als der Teil über die Roboter. Es lohnt sich durchaus, einige Kapitel zu lesen. Die anekdotischen Schilderungen sind hier noch plastischer als bei den Roboterversuche, weil einzelne Figuren ausführlich geschildert werden.

Ziemlich viel Verwunderung löst die ununterbrochene Verwendung von „we“ durch die Autorin aus. Die Nutzer einer bestimmten Handymarke? Oder der gebildete Mittelstand der USA? Ganz bestimmt nicht mit gemeint sein können Obdachlose, Feldarbeiter, Schwerkranke und ein paar Milliarden weitere Erdenbewohner. Abgesehen von Ausgrenzung und mangelnder Genaueigkeit: Wenn „wir“ doch so sind, warum braucht es dann hunderte von Seiten Schilderungen „unseres“ Umgangs mit Elektrorobben und Telefonini?

Das führt zur Frage, was das für ein Text ist. Ratgeberliteratur für gehobene Mittelständler, die selber ganz instrumentell neue Medien nutzen, bei ihren Teenies aber Suchttendenzen fürchten? Trostliteratur für die gleiche Klientel? Verfolgt Turkle literarische Ziele mit ihren durchaus packenden Figurenschilderungen? Ein überlang geratener Magazin-Essay?

*  *  *  *  *

ANHANG: Hypothesensammlung aus dem Kapitel 8. “Immer online”

  •  Neue Technologien des Informationsaustauschs werden „auch für zwischenmenschliche Beziehungen genutzt“ /271/
  •  Menschen arbeiten lebenslänglich an ihrer Identität – „mit den Materialien, die wir gerade zur Hand haben“ … „Die sozialen Welten im Internet haben uns von Anfang an neues Material verschafft.“ /272/
  • Früher waren Rollenwechsel „von einer Veränderung der Umgebung abhängig“ – heute können sie in beliebiger Umgebung stattfinden /273/.
  • Es gibt Menschen, die sich „in ihren online-Identitäten eher wie sich selbst fühlen als in der physischen Realität“ /273/.
  • In Aufsichtssituationen: „Viele Erwachsene teilen ihre Aufmerksamkeit zwischen Kindern und mobilen Geräten auf.“ /275/.
  • Heute fragen wir „nicht mehr nach der Befriedigung im Leben, sondern nach der Befriedigung im Lebensmix. Wir sind vom Multitasking zum Multileben übergegangen.“ Das Konzept des Lebensmix übernimmt sie direkt vom Probanden Pete /275/.
  • Mobile Kommunikation ist konstitutiv für die Idee des Lebensmix. Sie ermöglicht das Annehmen einer virtuellen Identität „im Vorübergehen“. Das hilft „mit der Anspannung des täglichen Lebens fertig zu werden /276/.
  • Stufenweise Aufwertung, basierend auf emotionalen Bedürfnissen der Benutzer: Nützlicher Ersatz zu spärlicher Kommunikation > Vorzüge ständiger Verbindungsaufnahme > „Leben auf Facebook sei besser als alles andere“ /276/.
  • Das schnelle Pendeln im Lebensmix „verfestigt sich zu einem Gefühl ständiger Teilnahme“ /277/.
  • Neue Medien untergraben die Strukturierung des Lebens durch Rituale (wobei Menschen „geschickt“ beim Einrichten von Ritualen sind) /278/.
  • Multitasking wurde von einem Fluch zu einer Tugend umgewertet. Untersuchungen zeigen, dass Leistungen limitiert sind, der Körper aber ein Hoch erlebt. „Wir haben uns in das verliebt, was die Technologie uns leicht gemacht hat, unser Körper spielte mit.“ /280/.

Correction by LeMatin of their article about Switzerland as pirate haven

On June 29, Le Matin published an article by Alexandre Haederli, “La Suisse accusée d’être un havre pour les pirates about the USTR (United States Trade Representative) 301 Report, where he not only omitted to mention that Switzerland isn’t mentioned in the USTR watch lists, but also attributed to the USTR communique accompanying the report a comparison between Spain and Switzerland where Switzerland was presented unfavorably. Digitale Allmend asked where this communique made this comparison, because it is not in the original USTR communique. The journalist recognized that the comparison was not in fact in the USTR communique, but in a press release by RIAA (Recording Industry Association America) about the report. The RIAA is an american organisation representing the record industry. They do not represent a government and there statement should not be taken as without specific interest for there own benefits

Unfortunately not an uncommon mistake in the heated debate on copyright. In particular due to the increased lobby efforts in recent months of the music industry and its lobbyst, who like to claim that Switzerland is seen abroad as a pirates’ lair. See e.g. Ms Géraldine Savary’s declaration in “Les musiciens suisses manifestent leur mécontentement face au téléchargement illégal” (RTS.ch 19:30 news bulletin, March 8, 2012) or Markus Naef’s interview in the NZZ, “Inakzeptable Laissez-Faire-Haltung des Bundesrates – Pirateninsel Schweiz im Fokus der Rechteinhaber.”

Journalists however should stick to the facts and have to ask critical question about the many poorly funded claims or inprecise statements of those actors.

On July 15, Le Matin accordingly published a “rectificatif” in its paper edition. However, the online version of Mr Haederli’s article remains unchanged. As the “rectificatif” is not online, we publish it here:

“La Suisse est accusée d’être un havre pour les pirates” (“Le Matin Dimanche” du 1er juillet 2012), nous expliquions que la gestion du droit d’auteur en Suisse était mise en opposition avec la situation prévalant en Espagne. Ce communiqué de presse a été publié par la RIAA (Recording Industry Association of America) et non par l’USTR (United States Trade Representative) comme indiqué par erreur. Nos excuses. LMD”

Geistlose Signale

Sind Medien einfach technische Informationskanäle? Lässt sich eine Medientheorie um informationstechnische Konzepte wie Signal/Rauschen, Turingmaschine oder Entropie herum bauen? Tendenziell mit Ja dürfte Friedrich Kittler diese Fragen beantworten. Mit ihm hat sich die Lesegruppe der Digitalen Allmend beschäftigt, anhand eines Textes von Dieter Mersch (1).

Wer die Bühne akademischer Publikationen mit einem Titel “Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften” betrat, schlug 1980 bestimmt einen Pflock ein. Kittler durfte sich über die Folgen nicht wundern: Er wird als Vertreter eines prononcierten Medienmaterialismus wahrgenommen.

Nicht Botschaften zählen – sondern Schaltungen. Mit dieser Aussage treibt Kittler seine Position über diejenige von McLuhan hinaus. Bei letzterem war das Medium (auch) die Botschaft. Bei Kittler verschwindet die Botschaft nun überhaupt aus dem Blickfeld. Vom Prozessor bis zum gesellschaftlichen Kommunikationsprozess – alles nur ein Wimmeln von Signalen, ein Klappern von Bits.

Dieser zugespitzte Medienmaterialismus mag vielleicht etwas exotisch erscheinen. In der Lesegruppe schwappt aber doch die Diskussion hoch, ob nicht auch wissenschaftlichen Megaprojekt-Ideen wie Blue Brain oder FuturICT eine vergleichbare monolithische Sicht zugrunde liegt, die nicht zwischen den Layern technische Informationsverarbeitung und kulturelle Bedeutungsproduktion unterscheidet.

Die Unterscheidung dieser Ebenen ist auch dann relevant, wenn immerwährende Geister oder Götter im Erklärungsmodell nicht vorkommen. Dass Kittler als Literaturwissenschafter einer aufgeblähten Stilisierung eines menschlichen (oder göttlichen) Geistes temperamentvoll entgegentritt, ist durchaus produktiv. Dieses aus dem 19. Jh stammende Konzept herrschte aber um 1980 herum keineswegs mehr erdrückend vor. Kittlers Stossrichtung muss wohl auch tiefer angesetzt werden, als rechte technokratische Kulturkritik an den Werten der Bundesrepublik und des Westens überhaupt.

Der Begriff „rechts“ ist hier einfach als Verortung zu lesen. Einmal im Sinn der Philosophiegeschichte, wo Kittler in die Einflusssphäre von Heideggers platziert werden kann. Auch durch das Faszinosum militärischer Gewalt, die sich in seinem Werk unübersehbar artikuliert.

Die Diskussion einiger Grundzüge – bei Mersch und in der Lesegruppe – soll nicht den Eindrück aufkommen lassen, Kittler habe sich vor allem in Form abstrakter Allgemeinplätze geäussert. Er hat vielmehr weitläufig Studien vorgelegt, die sich von Pink Floyd über Aufschreibsysteme um 1800 und 1900, Kino und Grammophon bis zu Prozessoren und grafischen Bedienoberflächen erstrecken.

Viel ausführlicher als Mersch und trotzdem gut lesbar behandelt Geoffrey Winthrop-Young den streitbaren Autor in „Friedrich Kittler zur Einführung“.

1) Dieter Mersch. Medientheorien zur Einführung. Junius. Hamburg 2006.

Kultur als Code

Die Lesegruppe der Digitalen Allmend setzt ihren Bummel durch die Medientheorien des 20. Jahrhunderts fort und beschäftigt sich mit Vilém Flusser (1920-1991). Dieser hinterlässt ein vielgestaltiges Werk, das eher untergründig wirksam wurde.

Flusser positioniert sich in einem kulturellen Megatrend nach dem 2. Weltkrieg. Diese Strömung rückt technische und formale Aspekte von Kommunikation und Kultur ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Auf dieses Feld gehören Kybernetik, Semiotik und Strukturalismus.

Zu den methodischen Fundamenten gehört die Übertragung technischer Kommunikationskonzepte auf das gesellschaftliche Leben. Eine zentrale Bedeutung nimmt dabei der Code ein. Im Code überlappen sich die Welt des Sinns und die Welt der Übertragung. Statt kodifizierte Kommunikation im gesellschaftlichen Kontext zu analysieren, wird von den Kommunikationstheoretikern die Gesellschaft vom Code her interpretiert.

Das lässt sich durchaus auch von Flusser sagen. Er fasst Kultur als Code. In seiner Skizze von Flussers Denken arbeitet Dieter Mersch (1) drei Schwerpunkte heraus.

In einer Kommunikologie scheidet Flusser den kulturellen Code in zwei Momente. Im Diskurs fasst er das dauerhafte strukturelle Netz der Codes, die Infrastruktur der Kommunikation. Als dynamisches und kreatives Moment sieht er den Dialog. Einmal mehr scheint hier die seit Platon diskutierte Spannung zwischen Schrift und Rede auf. Flusser sieht den Code als zweite Wirklichkeit, die für den Menschen zur ersten Wirklichkeit wird. Flusser fasst allerdings den Begriff des Codes weiter als Schrift. Der Code bestimmt die Möglichkeiten, die Welt wahrzunehmen und zu handeln: Er ist Sinn und Kerker gleichzeitig.

Mit seiner These des Informationszeitalters etabliert Flusser eine Geschichtsphilosophie. Es folgen aufeinander die Perioden von Bild, Schrift und Technobild. Bilder sind statisch und flächig. Die Schriftkultur wird mit Erzählung, Drama und Kausalität in Verbindung gebracht und von Flusser durchaus negativ für die Herausbildung der westlichen linear denkenden Kultur in Verbindung gebracht.

Mit dem Konzept der Komputationen verweist Flusser auf das Potential von TV und Computern, frei gestaltbare Techno-Bilder zu generieren. Das Denken sei da nicht mehr buchstäblich, sondern numerisch. Das lineare Lesen würde abgelöst durch ein Verfolgen von Verweisen. Ganz allgemein erwartet Flusser, dass aus Modellen erzeugte visuelle Konstrukte eine neuartige und wichtige Rolle spielen würden.

Die Beschäftigung mit Flusser hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen entfaltet er produktive Momente eines codebasierten Ansatzes, wirft kreative Gedanken in die Diskussion und bringt relevante Fragestellung auf. Aber sein Diskurs bleibt inkonsistent, erratisch und faktenfern, sodass er gar nicht verifizierbar oder widerlegbar ist. Das ist die Freiheit der (Medien)Philosophen: in der Transitzone zur religionsförmigen Weltanschauung stehen keine Schranken.

1) Dieter Mersch. Medientheorien zur Einführung. Junius. Hamburg 2006.

Marshall McLuhan und die Kanadische Schule

Die Lesegruppe liest weiter Medientheorie von Dieter Mersch (1).

Marshall McLuhan ist der bekannteste einer gemischten Gruppe von Wissenschaftlern aus Anthropologie, Literaturwissenschaft und Geschichte, die von den 1950er Jahren an im Umkreis des Centre of Culture and Technology der Universität Toronto gearbeitet und in vielfältiger Weise Einflüsse der Schrift und anderer Kommunikationsmedien auf die Kulturentwicklung untersucht haben. Dieser so genannten Kanadischen Schule (dazu gehören unter anderen Harold A. Innis, Eric A. Havelock und später Derrick de Kerckhove) kommt nach Mersch das Verdienst der Etablierung einer eigentlichen allgemeinen Medientheorie zu, die nicht nur partiell die technischen Medien wie Film, Radio und Fernsehen behandelt, sondern ebenso Politik, Sozialstruktur und Technik mit einbezieht. Medientheorie versteht sich seither auch als Zeitdiagnose: Medien durchdringen Person, Politik, Ökonomie, Moral und Gesellschaft in ihrer Identität.

Mersch beschreibt in der Folge detaillierter, was die einzelnen Exponenten beigetragen haben und widmet sich am ausführlichsten Marshall McLuhan. Schreiben, wie Mersch über McLuhan schreibt, könnte sogar reizvoll sein; lieber wähle ich hier aber einen direkten Zugang zu McLuhan und schlage für einmal zwei Videolinks vor.

McLuhan wollte verstehen, wie Massenmedien unser Leben verändern – wie sie ihre User formatieren – und erfand dafür Metaphern und Schlagworte, die geradezu volkstümlich geworden sind. McLuhan prägte den Begriff des Globalen Dorfes, McLuhan sprach von der Gutenberg Galaxis und von Medien als Extensionen des menschlichen Körpers. Sein berühmtester Kernsatz ist “The medium is the message.”  (Das Medium ist die Botschaft.) Die Botschaft der elektronischen Medien lautet: Wir sind akustisch und visuell vernetzt. Die Welt ist ein globales Dorf. Wir haben extrem mit den Angelegenheiten aller andern Menschen zu tun. Seine ebenfalls sehr bekannte Unterscheidung zwischen heissen und kalten Medien bezieht sich auf ihre höhere oder niedrigere Auflösung und die damit verbundenen unterschiedlichen Wirkungen auf die Sinne. Hochauflösende Medien (“hot”) media, wie Druck oder Radio, seien voller Informationen und erforderten weniger Komplettierung oder Beteiligung des Lesers oder Zuhörers, als niedrig aufgelöste Medien (“cool”) media wie Telefon oder Fernsehen, denen es relativ an Informationen fehle und die damit eine höhere «Sinnenbeteiligung» des Benutzers mit sich brächten. Da jedes Medium mit einem verschiedenen Verhältnis in der Ordnung zwischen den Sinnen verknüpft sei, kreiere es andere Formen von Bewusstsein. Diese Transformationen von Wahrnehmungen seien Grundlagen von Bedeutungen der Botschaft, oder eben:  ”The medium is the message.”

Marshall McLuhans Theorien aus den 1960er Jahren sind noch heute in aller Munde und scheinen auch perfekt auf das Internet zu passen. Dabei geht gerne vergessen, dass er über die Rechenzentren von damals sprach – und weder über das Internet, noch die Laptops oder iPhones von heute. In diesem Sinn war die These des Globalen Dorfes vielleicht noch weniger eine Diagnose denn eine – allerdings äusserst hellsichtige – Vorhersage.

Dass er später auch “The medium ist the massage“ gelten liess, eine Version, die aufgrund eines Druckfehlers entstanden ist, weist Marshall McLuhan zudem als einen Wortspieler aus, der Witz und Pointierung liebte. Seinen Kritikern war er damit definitiv zu unsystematisch. Vielleicht hätte man ihn im Original erlebt haben müssen, um etwas von der Tonalität, vom Duktus, vom Zugriff seines Denkens und seiner Äusserungen zu verstehen; dieses Video gibt immerhin noch mediale Gelegenheit dazu: http://www.youtube.com/watch?v=Orm-urRidH8&feature=related

McLuhan war ein Medien-Guru der ersten Stunde, eine Art intellektueller Popstar mit einer grossen Anhängerschaft unter den Hippies. Das hiess damals und heisst auch heute, dass er fleissig zitiert und selten gelesen wird. Ihn ebenfalls nur so bruchstückhaft zu rezipieren ist da ziemlich unbehaglich. Weil er zwar häufig zitiert, dabei aber eben auf seine drei oder vier Schlagwörter reduziert wird, lautet der zweit-berühmteste «McLuhanismus»: “You know nothing of my work!” Darauf spielt dann sogar eine Szene aus Woody Allens Stadtneurotiker an, die man sich ebenfalls nicht entgehen lassen sollte: http://www.youtube.com/watch?v=9wWUc8BZgWE

1) Dieter Mersch. Medientheorien zur Einführung. Junius. Hamburg 2006.

Medien ohne Aura

Die Lesegruppe der Digitalen Allmend ist am 12. Dezember im 20. Jahrhundert angelangt. Zur Diskussion standen marxistische Ansätze der Medientheorie aus der Zwischenkriegszeit. Mersch (1) weist darauf hin, dass im späten 19. Jh das Aufkommen der Massenpresse und die Diskussion um die Massengesellschaft völlig neue Voraussetzungen für die Debatte um die Medien geschaffen haben.

Der Literat und Filmkritiker Béla Balász rückt allerdings nicht die gedruckte Massenpresse, sondern die Fotografie und den aufkommenden Film ins Zentrum des Interesses. Mit Bild versus Wort und Text stellt er zwei Mediensysteme einander gegenüber. Er kritisiert vehement einen Primat der Sprache und verweist auf die Mächtigkeit des bildhaften Ausdrückens und Zeigens. Balász vermittelt die Vorstellung einer universellen Bildsprache.

Walter Benjamin positioniert seine Medienbetrachtungen im Kontext des marxistischen Unterbau/Überbau Schemas. Das heisst nun aber nicht, dass Elemente wie Macht, Besitz, Entfremdung oder Ideologiekritik als Instrumentarium dienen würden. Vielmehr rück Benjamin die Technik ins Zentrum und bindet auch seinen Aura-Begriff daran. Aura wird einmal mit Singularität und Echtheit assoziiert – Aura kann darum den technisch reproduzierten Objekten nicht mehr anhaften. Aura wird aber an verschiedenen Stellen von Benjamins Werk mit weiteren Bedeutungen angereichert, etwa als „Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag“. In diesem Sinn gefasst sind wären aureatische Momente eigentlich auch für Betrachter multimedialer Produkte vorstellbar.

Mersch bezeichnet Benjamins Aura-Begriff wohlwollend als „schillernd“. In der Leserunde schwappte eine interessante Diskussion hoch, ob da überhaupt eine Theorie oder auch nur ein analytisches Konzept vorliegt. Die eine Seite betont die Fruchtbarkeit von Benjamins Ansätzen, die andere sieht kein Gerüst eines konsistenten begrifflichen Systems, was als Theorie bezeichnet werden könnte.

Neben der Aura ist der Begriff der Montage zentral bei Benjamin. Die Montage, die Zersplitterung als Produktionsbedingung, bildet das mediale Kernelement des Films. Benjamin konstatiert beim Film auch einen neuen Illusionsmechanismus. Der produzierende Mechanismus bleibt verhüllt, es gibt keinen Bühnenrand, der die Grenze zu einer andern Sphäre markiert.

Benjamin folgert nun nicht, dass diese neuen Illusionsmechanismen in eine dauerhafte Verblendung der Massen durch die kapitalistische Kulturindustrie führen würden. Vielmehr diagnostiziert er, dass die Abkehr vom aureatischen Kunstwerk das Wahrnehmungsverhalten umwälzt und politisches Emanzipationspotential freisetzt.

Das Thema der Verblendung wurde durch Adorno und Horkheimer im Konzept der Kulturindustrie ausgearbeitet. Die technischen Medien sind das Distributionsnetz und Verkaufsinfrastruktur von kulturellen Waren, welche an Stelle einer zerfallenden politischen Öffentlichkeit tritt.

Die entsprechende Manipulationsthese hatte in den 70er Jahren grossen Anhang. Enzensberger kritisierte die Absolutheit der These. Es ist nicht möglich, aus einen Zentrum heraus widerspruchsfreie Ideologie zu produzieren. Kommunikation bringt immer Widerspruchsmöglichkeiten mit sich. Das aktuelle Mediensystem liesse sich auch ganz anders nutzen. Baudrillard hat Enzensberger kritisiert. Er gehe von einem naiven Kommunikationsmodell aus. In der Tat nahm dann Enzensberger Abstand von seinem Konzept eines formbaren Medienbaukastens.

1) Dieter Mersch. Medientheorien zur Einführung. Junius. Hamburg 2006.