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	<title>Digitale Allmend &#187; Uncategorized</title>
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		<title>Pressemitteilung &#8211; Public Domain Jam &#8211; Neuesjahresbrunch &amp; Night</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 07:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.allmend.ch/?p=1254</guid>
		<description><![CDATA[Wir weisen sie auf folgende Veranstaltung hin: Public Domain Neujahrsbrunch 2012 Generationenübergreifender Neujahrsbrunch für Kinder und Erwachsene Sonntag, 1.01.2012, 12-20 Uhr Kafi für Dich, Stauffacherstr. 141, 8004 Zürich James Joyces &#8220;Ulysses&#8221;, Lisa Wengers &#8220;Joggeli&#8221; und Walther Ruttmanns &#8220;Sinfonie der Grossstadt&#8221; &#8230; <a href="http://allmend.ch/2011/12/pressemitteilung-public-domain-jam-neuesjahresbrunch-night/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir weisen sie auf folgende Veranstaltung hin:</p>
<p><strong>Public Domain Neujahrsbrunch 2012</strong><br />
Generationenübergreifender Neujahrsbrunch für Kinder und Erwachsene<br />
Sonntag, 1.01.2012, 12-20 Uhr<br />
<a href="http://fuerdich.ch">Kafi für Dich</a>, Stauffacherstr. 141, 8004 Zürich</p>
<p>James Joyces &#8220;Ulysses&#8221;, Lisa Wengers &#8220;Joggeli&#8221; und Walther Ruttmanns &#8220;Sinfonie der Grossstadt&#8221; haben miteinander gemein, dass sie mit dem Jahreswechsel frei vervielfältigt und verändert werden dürfen. Sie gehören zu den unzähligen Werken, deren Eigentumsrecht am 1.1.2012 der Öffentlichkeit zufällt. Dabei geht es um ein fundamentales Element des Urheberrechts: nämlich die zeitliche Begrenzung der Urheberrechte als Ausgleich zwischen den Interessen der Autoren und der Öffentlichkeit. Alle Werke von Autoren, die seit 70 Jahren verstorben sind, werden weltweit gemeinfrei. Das bedeutet für jeden Einzelnen: Wir bekommen über Nacht &#8211; ob wir es wollen oder nicht &#8211; Tausende von Kunstwerken, Büchern, Bildern, Gemälden, Karten, Fotografien, Erfindungen, Filmen, Gedanken, Zitaten etc. geschenkt. Es ist vergleichbar mit einem Lottogewinn!</p>
<p>Der Public Domain Jam unterstützt alle Menschen beim Umgang mit diesen Werken. Wir zeigen Tools und Gestaltungstechniken, mit denen wir diese Kreationen verarbeiten und uns wieder aneignen können. Zum Teil kennen wir die Werke aus den Medien und Museen der Welt. Andere wiederum wurden aus Archiven ausgegraben. Gemeinsam ist allen, dass wir sie nun besitzen und irgendwie damit umgehen sollen. Der Public Domain Jam hilft!</p>
<p>Eltern spielen Figurentheater nach Max Neal, Lisa Wenger, Arthur Holitscher und James Joyce. Kinder machen Collagen mit Bildern von Emil Stumpp, Emile Bernard, Carl von Salis, Robert Delaunay, El Lissitzky und Alexej Jawlensky. Filme von Victor Schertzinger und Edwin S. Porter werden auf Videopong.net und auf dem VJ-Akkordeon von Effi Tanner gejammt. Während aus dem &#8220;Joggeli&#8221; von Lisa Wenger Stop-Motion-Filme produziert werden, hören wir eine Kurzlesung aus dem Audiohörspiel &#8220;Ulysses&#8221;. Die Playlist mit Songs von Jelly Roll Morton, Seven Foot Dilly, Rabindranath Thakur, Oskar Joost und Fritz Grünbaum begleitet uns akustisch ins neue Jahr, zusammen mit der visuellen Public-Domain-Meta-<br />
Inspirations-Engine von Marc Lee. Während wir also bei einem gemütlichen Kaffee sitzen und ins neue Jahr brunchen, retten wir gleich das kulturelle Erbe für unsere Kinder!</p>
<p>Mit Tools und künstlerischen Gestaltungstechniken von Bruno Schlatter, Olivier Marti, Effi Tanner, Videopong.net, Marc Lee, Luc Gut, Mario Purkathofer, Daniel Boos, Robert Alexander, Alessandro Rimoldi, Michaelmusic u.a.</p>
<p>Die Veranstaltung wird organisiert und unterstützt von Dock18, Digitale Allmend, Wikimedia CH und dem Kafi für dich.<br />
Aufrufe zum Mitmachen und Teilnehmen!<br />
Die Werke unserer Vorahnen leben durch unsere direkte Benutzung und Weiterbearbeitung. Natürlich können wir sie auch einfach nur lesen.</p>
<p>MASHUPS GESUCHT aus Filmen von Walter Ruttman, Corrado D’Errico, u.a. Videopong.net<br />
FIGURENTHEATERDARSTELLER GESUCHT für Theaterstücke nach Max Neal, James Joyce, Lisa Wenger, u.a. Deadline: 30.Dezember 2011<br />
99 TOTE AUTORINNEN UND WERKE Der Public Domain Jam sucht ständig nach neuen Autorinnen und deren Werke, die vor 70 Jahren gestorben sind. Hier können auch die eigenen Grosseltern gemeldet werden. Wir übernehmen alle Arten von Nachlässen (geistiges Eigentum) Die neuesten Werke 2012 unter PD werden hier gesammelt und an ihrem Todestag publiziert <a href="http://pdjam.wordpress.com/">http://pdjam.wordpress.com</a><br />
24 KÜNSTLER GESUCHT die mithelfen, die Ulysses zu vertonen. Deadline 13.Januar 2012<br />
18 PECHA KUCHA GESUCHT aus den alten Werken neue Präsentationsformen erstellen. Deadline: 30.Dezember 2011</p>
<p>Alle aktuellen Aufrufe zum <a href="http://pdjam.wordpress.com/category/mitmachen/">mitmachen</a>.<br />
Kontakt: dock18@rotefabrik.ch</p>
<p><strong>Gemeinfreie Werke und weitere Infos</strong><br />
Alle Infos in diesem Blog.<br />
<a href="http://www.publicdomainday.org/">Public Domain Days in Europa</a>.</p>
<p><strong>Alle kommenden Public Domain-Termine im Überblick</strong></p>
<ul>
<li>30. Dezember 2011: Public Domain NIGHT mit 18 Pecha Kucha Präsentationen, Poetry Slams, Kasperlitheateraufführungen, Mashups, Lesungen und anderen Formaten für Erwachsene von 18-70. Ab 20 Uhr im Dock18 Raum für Medienkulturen der Welt, Seestrasse 395, 8038 Zürich</li>
<li>1. Januar 2012: Public Domain NEUJAHRSBRUNCH mit Kreidemalen, Collage basteln, Kasperlitheater und Livelesung für Kinder und Erwachsene. Ab 12 Uhr im Kafi für dich, Stauffacherstr. 141, 8004 Zürich</li>
<li>16. Juni 2012 Public Domain BLOOMSDAY</li>
</ul>
<p><strong>Partner</strong><br />
<a href="http://dock18.ch">Dock18</a>: Raum für Medienkulturen der Welt<br />
<a href="http://blog.allmend.ch">Digitale Allmend</a>:Verein für öffentlichen Zugang zu digitalen Gütern<br />
<a href="http://wikimedia.ch">Wikimedia CH</a>:<a href="http://www.wikimedia.ch/"> </a> Schweizer Förderverein der Wikimedia Foundation<br />
<a href="http://de.publicdomainproject.org">Public Domain Project:</a> Nutzbarmachung von gemeinfreier Musik und Film<br />
<a href="http://fuerdich.ch">Kafi für dich</a>: Cafe.Bar.Kultur</p>
<p><strong>Für Fragen und weitere Informationen</strong><br />
Webseite und Blog:<a href="http://pdjam.wordpress.com/"> http://pdjam.wordpress.com</a><br />
Daniel Boos, boos@allmend.ch, +41 78 767 22 38<br />
Mario Purkathofer, dock18@rotefabrik.ch, +41 78 659 32 63</p>
<p><strong>Was ist der Public Domain?</strong><br />
Unter Public Domain werden frei verfügbare Werke verstanden, wie zum Beispiele Literatur, Musik oder Software. Werke im Public Domain unterliegen nicht oder nicht mehr dem Urheberrecht. Das Urheberrecht für Werke ist zeitlich beschränkt, weshalb alle Werke längerfristig in den Public Domain fallen. Die zeitliche Beschränkung führt dazu, dass die Werke frei genutzt, d.h. vervielfältigt und verändert werden dürfen. Es ist ein Kompromiss zwischen den Interessen der Oeffentlichkeit und des Urhebers. In den meisten Ländern ist dies 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers der Fall. Zum Teil gibt es noch kürzere Uebergangsfristen, weshalb in gewissen Staaten Werke schon früher im Public Domain sein können.</p>
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		<item>
		<title>Public Domain Jam: Vorbereitungen 2.-4.12.11 / Apéro 30.12.11 / Brunch 1.1.12</title>
		<link>http://allmend.ch/2011/11/public-domain-jam-vorbereitungsworkshop/</link>
		<comments>http://allmend.ch/2011/11/public-domain-jam-vorbereitungsworkshop/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 20:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Jahreswechsel fallen tausende von Werken und somit Teile unseres kulturellen Erbes der Allgemeinheit zu und können künftig frei vervielfältig und verändert werden. Neben James Joyce trifft es auch einige Schweizerinnen, wie bspw. Lisa Wenger (Joggeli gaht go Bierli &#8230; <a href="http://allmend.ch/2011/11/public-domain-jam-vorbereitungsworkshop/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Jahreswechsel fallen tausende von Werken und somit Teile unseres kulturellen Erbes der Allgemeinheit zu und können künftig frei<br />
vervielfältig und verändert werden. Neben James Joyce trifft es auch einige Schweizerinnen, wie bspw. Lisa Wenger (Joggeli gaht go Bierli schüttle) oder Albin Zollinger (Roman Pfannenstil).</p>
<p>Die Digitale Allmend, Dock18 und andere feiern das frei werden von Werken jeweils mit einen Neujahrsbrunch. Damit wir etwas zu feiern<br />
haben, beginnen wir dieses Jahr mit einem Vorbereitungsworkshop. Ziel ist es Werke zu digitalisieren und neue künstlerische Überarbeitungen<br />
zu schaffen. Einerseits wollen wir das kulturelle Erbe bewahren, andererseits aus die Rohstoffe kreativ nutzen.</p>
<p>Wie jedes Jahr haben wir Tools/Gestaltungstechniken und natürlich jede Menge Inhalte, die es neu zu verwursten gilt. Neu versuchen wir<br />
richtige Produktionen umzusetzen:</p>
<p>24stündiges AUDIOBOOK nach Ulysses von James Joyce mit 24 Musikern, Künstlern. Während des Workshops von 2.-4.Dezember übersetzen und<br />
lesen wir die 24 Stunden der Ulysses und übergeben die einzelnen Teile verschiedenen Musikern zur Vertonung.</p>
<p>2.-4.12.2011 Public Domain Jam 1/4 Werke, Tools/Gestaltungstechniken werden vorgestellt LIVE auch auf <a href="http://ulysses.dock18.ch/pd-jam/">http://ulysses.dock18.ch/pd-jam/</a> und<br />
kollaborativer Workshop, Grafiklabor<br />
30.12.2011 Public Domain Jam 2/4 Pecha Kucha und Apero, Dock18<br />
1.1.2012 Public Domain Jam 3/4 Wir feiern den diesjährigen Public Domain Neujahrsbrunch am 1.1.2012 im <a href="http://fuerdich.ch">Kafi für Dich</a>, Zürich<br />
13.1.2012 Public Domain Jam 4/4 Publikation des Audiohörbuchs ULYSSES in der Edition für Medienkulturen der Welt am 71.Todestag von James<br />
Joyce.</p>
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		<item>
		<title>Die Projektdatenbank des Schweizerischen Nationalfonds: Ein Open Government Data Hack</title>
		<link>http://allmend.ch/2011/07/die-projektdatenbank-des-schweizerischen-nationalfonds-ein-open-government-data-hack/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 17:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich einer Diskussion um Behördendaten und Formate im Wissenschaftsworkshop der Opendata-Konferenz wurden Stimmen laut, welche die mangelnde Verfügbarkeit der Projektförderungsdaten des Schweizerischen Nationalfonds beklagen. Mit diesem Open Government Data Hack wird dieser Mangel behoben. Man kann die vollständige (soweit sie &#8230; <a href="http://allmend.ch/2011/07/die-projektdatenbank-des-schweizerischen-nationalfonds-ein-open-government-data-hack/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich einer Diskussion um Behördendaten und Formate im Wissenschaftsworkshop der <a title="Opendata-Konferenz" href="http://opendata.ch/2011/06/opendata2011-medienmitteilung/">Opendata-Konferenz</a> wurden Stimmen laut, welche die mangelnde Verfügbarkeit der Projektförderungsdaten des Schweizerischen Nationalfonds beklagen.</p>
<p>Mit diesem Open Government Data Hack wird dieser Mangel behoben. Man kann die vollständige (soweit sie auch dem Web publiziert ist) Projektdatenbank des Schweizerischen Nationalfonds hier als <a title="snf.mdb" href="http://www.enterag.ch/enterag/downloads/snfaccess.zip">MS Access-</a> oder <a title="snf.siard" href="http://www.enterag.ch/enterag/downloads/snfsiard.zip">SIARD-Datei</a> herunterladen. Sie wurde mit einem <a title="SNF Projects Download Skript" href="http://www.enterag.ch/enterag/downloads/snfprojects_1_00.zip">frei verfügbaren Skript</a> aus der Website der <a title="Projektdatenbank des SNF" href="http://www.projectdb.snf.ch/WebForms/PersonProjectSearch.aspx">Projektdatenbank des Schweizerischen Nationalfonds</a> heruntergeladen. Ausführlicheres findet man im Begleitartikel (<a title="SNF Projekte Fallstudie" href="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/SNF-Projects-Fallstudie.pdf">SNF Projects Fallstudie</a>).</p>
<p>Hier ein paar statistische Auswertungen der SNF-Projektdatenbank:</p>
<p><img class="wp-image-1004 size-medium" title="Projekte" src="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/Projekte-300x178.png" alt="" /><img class="wp-image-1005 size-medium" title="Förderung nach Jahr" src="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/Förderung-nach-Jahr-300x176.png" alt="" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="wp-image-1003 size-medium" title="Förderung nach Fachrichtung" src="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/Förderung-nach-Fachrichtung-300x155.png" alt="" /></p>
<p><img class="wp-image-1006 size-medium" title="Projekt-Verteilung Logarithmisch" src="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/Projekt-Verteilung-Logarithmisch1-300x179.png" alt="" /><img class="wp-image-1007 size-medium" title="Förderungs-Verteilung Logarithmisch" src="http://allmend.ch/wp/wp-content/uploads/2011/07/Förderungs-Verteilung-Logarithmisch1-300x178.png" alt="" /></p>
<p>Ich wünsche den Visualisierern viel Spass mit diesen Daten!</p>
<p>Hartwig</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unter Kontrolle?</title>
		<link>http://allmend.ch/2011/04/kontrolle/</link>
		<comments>http://allmend.ch/2011/04/kontrolle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 06:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesegruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.allmend.ch/?p=941</guid>
		<description><![CDATA[Inmitten des spektakulären Aufschwungs, den das Internet nach 1995 nahm, hat Andrew Shapiro die Möglichkeiten der neuen Technologien ausgelotet. Mit der These einer „control revolution“ betont er den Spielraum für eine Ermächtigung der Individuen. Die Lesegruppe der Digitalen Allmend hat &#8230; <a href="http://allmend.ch/2011/04/kontrolle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Inmitten des spektakulären Aufschwungs, den das Internet nach 1995 nahm, hat Andrew Shapiro die Möglichkeiten der neuen Technologien ausgelotet. Mit der These einer „control revolution“ betont er den Spielraum für eine Ermächtigung der Individuen. Die Lesegruppe der Digitalen Allmend hat den Text am 14.3. diskutiert.</em></p>
<p>Shapiros Statement ist von den Umständen Ende 90er Jahre geprägt. Er profitiert davon, dass die Wellen von medialen Moden noch nicht im Jahrestakt über den Globus schwappen. Weil er sich auf grössere Trends konzentriert, altert sein Buch erheblich besser als manche jüngere Texte zu Blogs oder Second Life, die nach wenigen Jahren bereits ziemlich antiquiert wirken.</p>
<p>Shapiro beginnt mit einer Episode aus der Schlussphase der Sowjetunion, wo das Regime die Faxverbindung von einem Freund in Moskau zum amerikanischen Autor einfach kappen konnte. Einen e-Mail Nachrichtenfluss hätten die Behörden nicht stoppen können. „Wahrscheinlich“ nicht, präzisiert der Autor, der sich immer wieder vor groben Vereinfachungen hütet. An diesem Punkt setzt eine Diskussion ein, wie weit eben auch das Internet von Machthabern nicht einfach nur weggeschaltet, sondern auch selektiv überwacht und beschränkt werden kann, wie etwa in China. Eher einfach ist das beim grenzüberschreitenden Verkehr und bei einer geringen Zahl von Providern möglich.</p>
<p>Etwas unbeholfen wirken die kurzen Äusserungen zum politischen Charakter von Technologie, welche durch Randbedingungen in die eine oder andere Richtung entfaltet werden könne. Shapiro sieht das Netz als „defined mostly by code“. Darum diskutiert er Eigenschaften wie Interaktivität oder Interoperabilität hauptsächlich auf technischer Ebene, als Codeeigenschaften eben. Damit verpasst Shapiro einen zentralen Aspekt der digitalen Infrastruktur: Diese ist extrem plastisch und definiert keine medialen Kanäle. Die konkreten Medien werden auf einer sozialen Ebene konstruiert. Blogs, Second Live, Twitter, Facebook sind mediale Formen, die auf den immer gleichen Technologien beruhen. Die Ende 90er Jahre angesagte Gleichsetzung von technischer Kontrolle (über den Code, das Betriebssystem) mit Kontrolle über seine Lebensumstände ist verblasst.</p>
<p>Der Autor selber präzisiert den Aspekt der „Bändigung der Maschine“ mit dem Aufkommen grafischer Userinterfaces. So erschien der MacIntosh gegenüber den kalten und verwirrenden Kommandozeilen-Betriebssystem als „menschlich, warm und liebenswert“. Er bringt das Konzept einer direkten Manipulation von Gegenständen auf dem grafischen Interface als Beweis für Kontrollgewinn. Da wäre zu unterscheiden. Wenn der User arbeitend oder spielend grafische Objekte manipuliert, kontrolliert er Elemente auf einem von Dritten inszenierten Spielplatz. Den Spielplatz kontrolliert er nicht.</p>
<p>Seiner Zeit voraus war Shapiro mit der These, dass die Postulierung eines Cyberpace als eigenständiger Sphäre wenig realitätsnah und sinnvoll ist. Symbolische Interaktionen auf dem Internet seien nicht entkoppelt von Auswirkungen auf reale Menschen und ihre Beziehungen.</p>
<p>Kontrollgewinn sieht Shapiro im Bereich von Medien und Kommunikation. Er bringt das Beispiel einer Bulletin-Board Kampagne, welche das Time Magazine zum Rückzug falscher Behauptungen über die Pornolastigkeit des Internets gezwungen hat. Das Internet senkt massive die ökonomischen Eintrittsschwellen für „digitale Autoren“. Shapiro hält sich zu euphorischen Position Distanz, sieht aber durchaus online Publizistik als Gegengewicht zu den stark konzentrierten Massenmedien: Individuen würden „more control over the flow of information“ ausüben.</p>
<p>Ein zentrales Konzept ist für den Autor die Tendenz zum Verschwinden von Intermediären. Darunter fällt bei der Meinungsbildung ein Glaubwürdigkeitsverlust von Institutionen wie Medien, Unis oder Behörden. Vorsichtig tönt Shapiro die Möglichkeit von Dezentralisierung und elektronischer Demokratie an. In der Diskussion konstatieren wir allerdings, dass eine Tendenz zu Dezentralisierung und politischer Ermächtigung der BürgerInnen nach fünfzehn Jahren Web in den entwickelten Ländern kaum festgestellt werden kann. Im Gegenteil: In Europa wurden in der Zwischenzeit permanent Kompetenzen hin zu einem für die Zivilgesellschaft wenig kontrollierbaren Zentrum verlagert.</p>
<p>Der Autor greift grundlegende Fragen in einer Weise auf, die auch zehn Jahre nach der Publikation noch interessant ist. Wie weit das Hantieren mit digital unterlegten Medien und Kommunikationsmitteln auch mit einer Ermächtigung der Individuen gleichzusetzen ist, bleibt weiter zu diskutieren. Genauso wie der Begriff der Kontrolle, der in verschiedenen Kontexten Unterschiedliches bezeichnen kann.</p>
<p>An einer Stelle vergleicht der Autor die Ermächtigung durch die vernetzten Rechner mit der Ermächtigung durch das Auto. Das ist für den amerikanischen Kontext nicht ganz unwichtig. Gerade in der kulturellen Tradition der USA ist Kontrolle mit zwiespältigen Elementen Verknüpft. Es gibt nicht nur eine urban adrette Lesart von Ermächtigung. Wir sehen ja auch eine Gun, Car und Einfamilienhaus Version, die etwa mit der Tea Party Bewegung auf dem Web erfolgreich ihre Vorstellungen von Kontrollgewinn propagiert.</p>
<p><em>Andrew L. Shapiro. The control revolution : how the Internet is putting individuals in charge and changing the world we know. New York : PublicAffairs, 1999.</em></p>
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		<title>1. April: GLAM Initiative, Public Domain Jam &amp; Disco Impossible</title>
		<link>http://allmend.ch/2011/03/1-april-glam-initiative-public-domain-jam-disco-impossible/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 19:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Freitag diskutieren Liam Wyatt (Wikipedia Australia), Daniel Boos (Digitale Allmend), Mario Purkathofer (Dock18) und Kirsty Boyle über Public Domain, Wikipedia, öffentliche Archive und digitale Ökonomien in der Dock18 DISCO IMPOSSIBLE. Wer Fragen hat an Liam Wyatt &#8211; einen der &#8230; <a href="http://allmend.ch/2011/03/1-april-glam-initiative-public-domain-jam-disco-impossible/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Freitag diskutieren <a href="http://www.wittylama.com/">Liam Wyatt</a> (Wikipedia Australia), Daniel Boos (Digitale Allmend), Mario<br />
Purkathofer (Dock18) und Kirsty Boyle über Public Domain, Wikipedia, öffentliche Archive und digitale Ökonomien in der Dock18 DISCO IMPOSSIBLE. Wer Fragen hat an Liam Wyatt &#8211; einen der Köpfe hinter der Wikipedia &#8211; ist herzlich willkommen. Anschliessend Audioperformances von Caleb und Kid Schurke.</p>
<p>20:00 Bar<br />
20:30 Disco impossible Show #2 mit VJ PURK@<br />
21:00 Diskussion mit Liam Wyatt, Daniel Boos, Mario Purkathofer &#038; Kirsty Boyle<br />
22:00 Start der Liveübertragung via DAB auf openbroadcast.ch (bis 24 Uhr)<br />
22:30 Audioperformance von Caleb<br />
23:00 Audioperformance von Kid Schurke<br />
23:30 Open Youtube Base Station</p>
<p>Die Veranstaltung wird live auf tv.dock18.ch übertragen von 20-24 Uhr.</p>
<p>Rote Fabrik Seestrasse 395 CH-Zürich</p>
<p>http://rotefabrik.ch/dock18</p>
<p>http://tv.dock18.ch/</p>
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		</item>
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		<title>Public Domain Stiftung sucht aktive Mithelfende</title>
		<link>http://allmend.ch/2010/07/public-domain-stiftung-sucht-aktive-mithelfende-3/</link>
		<comments>http://allmend.ch/2010/07/public-domain-stiftung-sucht-aktive-mithelfende-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 19:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Public Domain Stiftung such aktive Mithelfende: Wir suchen freiwillige Helfer zum Aufbau einer freien Musikenzyklopädie und Datenbank. Könntest Du bitte folgende Ausschreibung bei der Digitalen Allmend veröffentlichen: http://de.publicdomainproject.org/index.php/MediaWiki:Aktuelle_Ereignisse Die neue Startseite des Projekts lautet: www.publicdomainproject.org]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Public Domain Stiftung such aktive Mithelfende:</p>
<blockquote><p> Wir suchen freiwillige Helfer zum Aufbau einer freien Musikenzyklopädie und Datenbank. Könntest Du bitte folgende Ausschreibung bei der Digitalen Allmend veröffentlichen:<br />
<a href="http://de.publicdomainproject.org/index.php/MediaWiki:Aktuelle_Ereignisse">http://de.publicdomainproject.org/index.php/MediaWiki:Aktuelle_Ereignisse</a></p>
<p>Die neue Startseite des Projekts lautet: <a hreF="http://www.publicdomainproject.org">www.publicdomainproject.org</a>
</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>DA/CC-Treffen vom Montag, 5. Juli</title>
		<link>http://allmend.ch/2010/07/dacc-treffen-vom-montag-5-juli/</link>
		<comments>http://allmend.ch/2010/07/dacc-treffen-vom-montag-5-juli/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo zusammen! Es ist mal wieder so weit, wir treffen wir uns am nächsten Montag, dem 5. Juli, im Rahmen unseres monatlichen Treffens von digitaler Allmend/Creative Commons. Es geht um 1900 los, und wir treffen uns im Restaurant Gloria an &#8230; <a href="http://allmend.ch/2010/07/dacc-treffen-vom-montag-5-juli/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoPlainText">Hallo zusammen!</p>
<p class="MsoPlainText">
<p class="MsoPlainText">Es ist mal wieder so weit, wir treffen wir uns am nächsten Montag, dem 5. Juli, im Rahmen unseres monatlichen Treffens von digitaler Allmend/Creative Commons.</p>
<p class="MsoPlainText">
<p class="MsoPlainText">Es geht um 1900 los, und wir treffen uns im Restaurant Gloria an der Josefstrasse 59 in Zürich.</p>
<p class="MsoPlainText">
<p class="MsoPlainText">Ich selber werde diesmal fehlen, hoffe aber natürlich doch auf rege Teilnahme&#8230;</p>
<p class="MsoPlainText">
<p class="MsoPlainText">Herzliche Grüsse,</p>
<p class="MsoPlainText">
<p>Simon</p>
<p>Team CC</p>
]]></content:encoded>
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		<title>28.6.2010 &#8211; Kundgebung gegen ACTA in Luzern</title>
		<link>http://allmend.ch/2010/06/28-6-2010-kundgebung-gegen-acta-in-luzern/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 08:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei ruft zu einer Kundgebunge auf: Am Montagnachmittag dem 28. Juni findet in Luzern die Kundgebung gegen das Anti-Piraterie-Abkommen (ACTA) statt. Initiiert von der Piratenpartei protestieren wir am AdACTADay in einigen Ländern Europas gegen dieses Abkommen. Um 13:30 Uhr &#8230; <a href="http://allmend.ch/2010/06/28-6-2010-kundgebung-gegen-acta-in-luzern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Piratenpartei ruft zu einer Kundgebunge auf:</p>
<blockquote><p>
Am Montagnachmittag dem 28. Juni findet in Luzern die Kundgebung gegen das Anti-Piraterie-Abkommen (ACTA) statt. Initiiert von der<br />
Piratenpartei protestieren wir am AdACTADay in einigen Ländern Europas gegen dieses Abkommen. Um 13:30 Uhr geht es auf dem <a hreF="http://j.mp/boEmS8">Bahnhofplatz in Luzern</a> los ? hoffentlich auch mit Dir!</p>
<p>Aber was geht Dich ACTA schon an? Strafen für das Anfertigen von legalen Privatkopien wegen DRM, Überwachung und Zensur im Internet sowie Abzocke betreffen jeden und jede. Unsere fünf Hauptkritikpunkte, die auch DICH interessieren werden, sind <a HREF="http://wiki.piratenpartei.ch/wiki/ACTA_betrifft_jeden">hier</a> aufgeführt.</p>
<p>Detailliertere Informationen zu ACTA erhältst Du im <a href="http://wiki.piratenpartei.de/ACTA">Wiki der Deutschen Piratenpartei</a>.</p>
<p>Bist Du dabei? Dann trage Dich beim <a HREF="http://www.facebook.com/event.php?eid=127999430566884">Facebook Event</a><br />
 oder im <a HREF="http://wiki.piratenpartei.ch/wiki/AdACTAday#Teilnehmer<br />
">Wiki</a> ein.</p>
<p>Wir halten Dich natürlich auch via Twitter oder Facebook auf dem Laufenden.<br />
Folge unserem auf <a HREF="http://www.twitter.com/ppsde">Twitteraccount</a><br />
und werde Fan unserer <a HEF="<br />
http://www.facebook.com/pages/Piratenpartei-Schweiz-Parti-Pirate-Suisse-Partito-Pirata-Svizzero/113814477835">Facebook-Seite</a>.</p>
<p>Wir sehen uns in Luzern!
</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Absichten im Auge behalten</title>
		<link>http://allmend.ch/2010/06/absichten-im-auge-behalten/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>siss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der nachfolgende Diskussionsbeitrag beschäftigt sich mit Unterscheidungsebenen in der Diskussion um zu Urheberrecht und CC Lizenzen und wurde ausgelöst durch eine Lesegruppendiskussion. Mir ist dabei bewusst, dass es sich um sehr punktuelle Beobachtungen handelt, die nichts Grundsätzliches darüber aussagen, wie &#8230; <a href="http://allmend.ch/2010/06/absichten-im-auge-behalten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der nachfolgende Diskussionsbeitrag beschäftigt sich mit Unterscheidungsebenen in der Diskussion um zu Urheberrecht und CC Lizenzen und wurde ausgelöst durch eine Lesegruppendiskussion. Mir ist dabei bewusst, dass es sich um sehr punktuelle Beobachtungen handelt, die nichts Grundsätzliches darüber aussagen, wie die CC Lizenzen am besten einzusetzen sind. Die Überlegungen plädieren lediglich dafür, die komplexen Verhältnisse nicht ungebührlich zu simplifizieren, um produktive und kreative Diskussionen um die Wahrung des Public Domain und die bestmögliche Nutzung von CC Lizenzen zu ermöglichen.</em></p>
<p>Im Grunde geht es ja um folgende Interessensabwägung: Auf der einen Seite die Absicht des Urheberrechtes, den Schutz der Urheberschaft zu gewährleisten und demjenigen, der etwas erschafft, mögliche Erträge seines Werkes zu sichern; auf der andern Seite das Konzept des freien Zugangs auf Information, mehr noch: die Möglichkeit, auf vorhandene Werke zuzugreifen, sie sich anzueignen und auf ihnen aufzubauen.</p>
<p>Natürlich soll dabei all jenen Rechteinhabern, die andern grosszügige Nutzungsrechte an ihren Inhalten einräumen möchten, geholfen werden; das ist unproblematisch (nicht im Verfahren, aber im Prinzip).</p>
<p>Das öffentliche Gut, das man für eine offene Wissens-Gesellschaft gerne im Public Domain hätte, besteht grob etwa<br />
– aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Innovation<br />
– plus kultureller Leistung im Sinne einer Kreation mit dem Ziel kultureller Vielfalt und<br />
– Teilhabe am öffentlichen demokratischen Geschehen.</p>
<p>Darunter fällt sehr Vieles und sehr Unterschiedliches. Was nämlich ist genau gemeint, wenn von einer drohenden Verknappung des öffentlichen Gutes die Rede ist? Im vielen Bereichen gab es im Gegenteil wohl noch nie soviel Zugriffsmöglichkeiten wie jetzt; Präzisierungen sind also notwendig. Folgendes sind Vorschläge für mögliche Unterscheidungsebenen, die zwar isoliert betrachtet werden können, aber untereinander verbunden sind: Finanzierung, Bereich/Medium, Ausübung der Tätigkeit, Relevanz.</p>
<p><strong>Finanzierung:</strong> Mithilfe welcher Finanzierungsmodelle entstehen Beiträge zum öffentlichen Gut? In welcher Weise, wenn überhaupt, ist der Staat daran beteiligt?</p>
<p>Beispiel: wenn die öffentliche Hand via Gehälter und Forschungszuschüsse an Hochschulen wissenschaftliche Arbeiten finanziert, ist es stossend, wenn die Resultate nachher ebendieser Öffentlichkeit nicht zugänglich sein oder sie in irgend einer Weise nochmals dafür bezahlen sollte. Aber warum umgekehrt soll eine frei schaffende Fotografin ihre Fotos nicht als Waren und Informationsprodukte betrachten, für deren Nutzung sie Gebühren erheben und damit handeln kann? Ihr einleuchtendes Interesse ist, Nutzungen der Bilder zu verkaufen. Hier ist doch das zentrale Anliegen, kulturell Tätigen die Möglichkeit zu geben, möglichst adäquate Wege bei der Vermarktung ihrer Inhalte einzuschlagen. Um die Neugier der Öffentlichkeit zu wecken, sind Proben des Schaffens auf dem Netz so oder so eine gute Sache; ob in diesem und ähnlichen Fällen über On-Demand-Geschäftsmodelle und CC Lizenzen oder mit dem herkömmlichen Urheberschutzschutz besser funktioniert werden kann, entzieht sich der Kenntnis der Schreiberin. Ein anderes Modell ist dagegen, wenn beispielsweise die Stadt Linz ab 1.01. 09 Werke mit einem Pauschalaufschlag von zusätzlichen 10% über dem von der Stadt erarbeiteten Fördervorschlag unterstützt, die unter einer freien Lizenz zugänglich gemacht werden (1).</p>
<p><strong>Bereich/Medium:</strong> Für welche Bereichsfelder und Disziplinen sind CC Lizenzen attraktiv, für welche weniger? Auf welche Vorleistungen kann unter welchen Bedingungen zugegriffen werden?</p>
<p>Durch die Ablösung der Information von der materiellen Basis – mit der Digitalisierung – entsteht gelegentlich der Eindruck, als ob in Sätzen wie «Wissen und Information gedeihen nicht in einem Klima der Verknappung, sondern nur in einem Klima der Offenheit und Freizügigkeit, in dem allen der freie Zugriff zu fairen Bedingungen ermöglicht wird.» (2) jegliche Informationsform in jedem Bereich dasselbe wäre: Texte, Bild, Ton, Bewegtbild in Wissenschaft, Publizistik und Kultur, alles eins. Hier geschieht vielleicht eine allzu schnelle Gleichsetzung.</p>
<p>Dass beispielsweise Autoren von Texten weniger dringend auf CC Lizenzen gewartet haben, scheint nahe liegend: warum sollten sie denn? Was sie erschaffen, verfertigen sie selber oder sind zum Zitat verpflichtet. Wie viel Aufregung es verursacht, wenn hier gesamplet wird, hat im literarischen Bereich vor kurzem «Axolotl Roadkill» gezeigt. Umgekehrt aber ist etwa die Disziplin Film auf sehr viele Vorleistungen angewiesen: Story, Drehbuch, Musik, Kostüme, Ausgestaltungen von Innen- und Aussenräumen, ja selbst Elemente dieser Räume, wie Poster, Bilder, Kunst- und Bauwerke (in Frankreich gilt nicht einmal die Panoramafreiheit). Das macht vielleicht erklärlich, warum sie sich für offenere Lizenzformen stärker interessieren. Das berühmte Beispiel des nächtlichen Beleuchtungsdesigns des Eiffelturmes führt die Sache hier spürbar ins Absurde: es ist ebenfalls durch das Urheberrecht geschützt, sodass der Eiffelturm samt Beleuchtung ausserhalb des strikt Privaten nicht fotografiert oder gefilmt werden darf.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ausübung der Tätigkeit:</strong> Wer professionell künstlerisch tätig ist, beispielsweise in Literatur, bildender Kunst, Musik, in einem Bereich des stehenden oder bewegten Bildes oder der verwandten Schutzrechte – oder auch journalistisch – hat in jedem Fall ein Interesse an einer Form von «Entlöhnung» für seine Werke. (Das war ja auch ursprünglich die Idee der fünf Verwertungsgesellschaften in der Schweiz: SUISSIMAGE, Société Suisse des Auteurs SSA, ProLitteris, SUISA, SWISSPERFORM). Wer heute aber mit welchem Modell tatsächlich besser fährt, ist vielleicht gar nicht so eindeutig. Klar ist, dass der arme Poet sicher möglichst wenig administrativen Aufwand haben möchte und normalerweise nicht über die zeitlichen Ressourcen verfügt, um diesen Rechts- und Wirtschaftsfragen sehr akribisch nachzugehen und daher mit Sicherheit ein möglichst einfaches System sucht. Natürlich sieht es anders aus, wenn jemand das nur als Freizeitaktivität betreibt – «nur» nicht in einem qualitativen, sondern eben im Gegensatz zu gewerbsmässig.</p>
<p>Wenn gelegentlich ganz allgemein vom «Widerstand gewisser etablierter Akteure» die Rede ist, könnte das in diesem Feld auch durchaus zynisch klingen: Die finanzielle Lage vieler im Kreativszenebereich ist bekanntermassen prekär.</p>
<p><strong>Relevanz:</strong> Wie steht es bei den CC-Werken mit der Quantität, wie mit der Qualität? Welche relevanten Beiträge zum öffentlichen Gut werden von wem erbracht? Welche Kooperationsformen und Bedingungen sind dazu notwendig?</p>
<p>Das Problem, das die CC Lizenzen lösen sollen, kann nicht ernsthaft nur darin bestehen, dass irgendwelche anspruchslosen Freizeit-Filme nicht mit jeder Musik untermalt und einfach so auf YouTube gestellt werden dürfen. Es stellt sich vielmehr die Frage, von welcher Qualität die produzierten Inhalte sind und in der Folge, was davon ungehindert zirkulieren können sollte. Idealerweise wären es wohl Inhalte, die Voraussetzungen für eine Gesellschaft schaffen,  die über kulturelle Wurzeln verfügt und sich den gesellschaftlichen Fragen nicht entzieht – und darin zur Mitarbeit einladen.</p>
<p>Hier drängt sich beispielsweise die Frage nach Strukturen auf, die guten Journalismus (mit Qualitätskriterien wie Objektivität, fundierten Kenntnissen und Glaubwürdigkeit) ermöglichen und nach Formen und Modi, die den einen eine anständig bezahlte Arbeit ermöglichen und bei den andern die Bereitschaft abruft, ab einer gewissen Nutzungsintensität auch zu zahlen, wenn nur die Zahlungsmodalitäten unkompliziert wären.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>1  Bestimmungen unter: <a href="http://www.freienetze.at/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=47&amp;Itemid=37">http://www.freienetze.at/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=47&amp;Itemid=37</a> (13.07.10)<br />
2  auf netethics:<br />
<a href="http://www.netethics.net/nethics_neu/n3/themen/wissensoekologie.htm">http://www.netethics.net/nethics_neu/n3/themen/wissensoekologie.htm</a> (09.07.10)</em></p>
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		<title>Digitale Allmend Treff Montag 7.6.2010</title>
		<link>http://allmend.ch/2010/06/digitale-allmend-treff-montag-7-6-2010/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 19:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Digitale Allmend/Creative Commons Switzerland trifft sich zum monatlichen Treffen am Montag 7. Juni 2010 um 19:00. Treffpunkt ist wiederum das Restaurant Gloria, Josefstrasse 59, 8005 Zürich . Eingeladen sind alle die Interesse an der Digitalen Allmend oder Creative Commons &#8230; <a href="http://allmend.ch/2010/06/digitale-allmend-treff-montag-7-6-2010/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Digitale Allmend/Creative Commons Switzerland trifft sich zum monatlichen Treffen am Montag 7. Juni 2010 um 19:00.</p>
<p>Treffpunkt ist wiederum das Restaurant Gloria, Josefstrasse 59, 8005 Zürich . Eingeladen sind alle die Interesse an der Digitalen Allmend oder Creative Commons haben und gerne uns unterstützen möchten.</p>
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